Fotomarathon 2014

Am Samstag war Fotomarathon, mittlerweile schon das dritte Mal in München. Ausnahmsweise mal ausgeschlafen wartete ich gespannt auf die Themen, nachdem letztes Jahr bei mir so eher der olympische Gedanke im Vordergrund stand.
Auf jeden Fall bedanke ich mich erstmal ganz herzlich bei der dunkelbunten Madame de l’Orvet für die Unterstützung und die Zurverfügungstellung diverser Körperteile zu Kunstzwecken.

Oberthema war diesmal „München macht…“

Die ersten 6 Unterthemen:

  1. wolkig
  2. heiter
  3. ahnungslos
  4. clever
  5. verstopft
  6. flutsch

Gemeinsam mit Madame, Cappuccino und Eggs&Toast erfolgte erst ein Brainstorming, bevor wir losgeschlumpft sind.

Hier die erste Runde (auf dem ersten Bild musste meine Startnummer dargestellt werden):

Mein „heiteres“ Bild sieht aus wie Berichterstattung aus einem Kriegsgebiet – eigentlich sollten die Lichtstreifen Sonnenstrahlen darstellen, dann wurden daraus aber Sternschnuppen. Das sind Sternschnuppen! Oder Feuerwerk! Ehrlich!

Bei „ahnungslos“ hatten wir zuerst die Idee, das Münchener S-Bahn-Chaos darzustellen, aber das war dann doch zu offensichtlich. Nein, die rückwärtsgehende Uhr am Isartor wurde es und das clevere Gegenstück dazu: die Auflösung auf der anderen Turmseite.

„Verstopft“ und „flutschig“ erforderten viel Mut und eine starke olfaktorische Selbstgeißelung. Richtig, wir waren in einer öffentlichen Toilette. Dort wo man nur in Ausnahmesituationen reingeht. Und möglichst schnell wieder rausgeht. Wir brauchten hier zwei Fotos, was gefühlt zu lange dauerte.

Die dort, wie soll es auch anders sein, vorgefundene verstopfte Toilette war zu eklig zum Fotografieren. Daher das Portrait von Madame mit Gasmaske. Bei flutschig war dann alles wieder in Ordnung, nichts mehr verstopft, alles flutscht und riecht nicht mehr. Allerdings nur in der Theorie. Leider.

Mit unterdrücktem Würgreflex gings dann zur Zwischenstation bei Kamps, die nächsten 6 Themen und Schokobrötchen abholen:

7. zornig
8. verliebt
9. verlegen
10. gesellig
11. fromm
12. geil

Bei Cappuccino und Kuchen in einem vor Freundlichkeit überschäumenden Café („Ist nass hier! Die Damen – es regnet!!“ – Jo, dat seh ick ooch, brauch ick keen Wetterbericht für. ) gab es dann Brainstorming Teil 2.

Hier die fotografischen Ergüsse:

Samstagnachmittag in der Münchener Innenstadt. Viele Menschen auf einem Haufen machen mich latent aggressiv. Erst recht, wenn ich zielgerichtet irgendwo hin muss oder will. Aber da bin ich nicht alleine. Ich weiß das.

Bei „verliebt“ fielen mir die Liebesschlösser an den Brücken ein. Im Internet stand irgendetwas von Maximiliansbrücke und weil die am nächsten lag, sind wir hin. Aber Pustekuchen. Wo soll man denn hier bitteschön Schlösser rantackern? Mit Bohrmaschine Löcher in den Stein bohren, Dübel eingipsen und dann eine Kette mit Schloss reinschrauben?? Also ehrlich!
Also die Isar raufgegangen und an der nächsten Brücke gesucht und tatsächlich Schlösser gefunden. Ganz romantisch gelegen am Kabelsteg mit Blick aufs Wehr.

Beim Thema „verlegen“ hab ich dann einen überquellenden Mülleimer aufgenommen, weil ich nie weiß, wohin mit dem Müll, den ich in der Hand hab, wenn kein Mülleimer in der Nähe ist. Und da ich keine Drecksau bin und nichts einfach fallen lasse oder einfach in meine Tasche stopfe, renne ich solange mit klebrigen/dreckigen/unnützen Zeug in der Hand rum, bis ich was gefunden habe. Mehr Mülleimer an der Isar bitte, die Stadt hat doch genug Geld.

Für „gesellig“ und „fromm konnten wir die richtig gute Streetart an der Isar nutzen. Und dann gings schon nach Hause zur Madame de l’Orvet: Für das Thema „geil“ musste ihre Rückansicht herhalten. Gut, dass Madame immer hocherotische Unterwäsche griffbereit hat.

Hohenlychen

Bei meinem Berlin-Wochenende habe ich einen kleinen Ausflug in die Uckermark gemacht. In Lychen befindet sich eine wunderschöne alte leerstehende Heilstätte (http://de.wikipedia.org/wiki/Heilanstalten_Hohenlychen). Das Grundstück befindet sich in Privatbesitz, allerdings kann man bei go2know (www.go2know.de) eine Fototour buchen und sich dann frei und legal auf dem Gelände und in den Gebäuden bewegen.

Ideal für meine Sammlung an Hintergründen für meine Composings, endlich kann ich mal etwas Gruseligeres kreieren….

Eine kleine Auswahl:

 

 

Ein Tag im Zoo

Einen freien Tag im April im Zoo verbracht. Zwischen Schulklassen,  Rentnern und Touristen. Mein neues Objektiv, das Canon EF 100-400 f/4.5 – 5.6L IS USM musste aber unbedingt ausprobiert werden. Am nächsten Tag hatte ich Muskelkater von dem Ding…

Die Bilder sind alle bearbeitet, wer es nicht gemerkt haben sollte.

 

Sabine Miksa