Musik als Medizin

Nach überstandener Bettlägerigkeit überfällt mich immer so eine krasse Bettflucht. Da weiß ich, dass ich auf dem Weg der Besserung bin. Der Kreislauf muss schließlich wieder angekurbelt werden.

Abends entscheide ich mich, ins Feierwerk zu gehen mit null Konzentration und null Kondition. Aber ich mag was anderes sehen als meine vier Wände. Und schließlich habe ich mich schon wochenlang auf Red Fang gefreut.
Trotzig eingepackt lasse ich mich vom MVV zur Location chauffieren und setze mich im Hansa 39 an den Seitenrand.
Gut, dass man da sitzen kann. Wie gemacht für alte, gebrechliche Frauen.

Hinweis:
Aus Rücksicht auf andere sollte man nicht mehr ansteckend sein. Aus Rücksicht auf sich selbst auch wirklich fieberfrei und ohne Kopfschmerzen.
Magenprobleme wären auch schlecht, da die Bassdrum sonst den Inhalt hochtrommelt.

Smoke the Sky

Wow. Energiegeladen und mit einer tollen Performance haben die Münchener dem Publikum die Riffs um die Ohren gehauen.
Groovt richtig gut. Und auf die Haare vom Sänger bin ich neidisch.

Zum Reinhören:

Die Band werde ich mir bei völliger Genesung beim free&easy nochmal angucken. Spielen dort zusammen mit Truckfighters, die ich bei
Rockavaria leider nicht sehen konnte.

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Red Fang

Letztes Jahr die Jungs aus Portland im Backstage gesehen und gleich ins Herz geschlossen.

Selbst die Videos kitzeln meinen Humornerv:

Daher war Red Fang Pflicht und ich hatte diesmal einen Fotopass, weil ich für curt unterwegs war (http://www.curt.de/muenchen/red-fang/)
Das Gedränge wurde größer und Red Fang heizte die Meute mit „Dirt Wizard“ und „The Shadows“ gut ein.  Beim dritten Lied „Sharks“ ging auch schon der Mosh Pit vor der Bühne los.
Wär ich fit gewesen, hätt ich mich mit Freuden reingeschmissen, aber so musste ich leider nach den ersten Liedern und den gemachten Fotos den Rückzug antreten.
Etwas traurig, aber doch glücklich, zumindest ein bisschen was vom Konzert erlebt zu haben, ging es Richtung Bett.

Werde mir heute mal die Setlist geben, damit ich mich darüber ärgern kann, was ich alles verpasst habe:
http://www.setlist.fm/setlist/red-fang/2015/hansa-39-munich-germany-3c9c553.html

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Fazit:
Zwei Stunden Rock/Metal in einer kleinen Location im Sitzen hören hat etwas von im Wohnzimmer auf der Couch sitzen und fernsehen.
Aber zur Abwechslung auf dem Weg zur Genesung tut es richtig gut.