In Cod We Trust – Fischimpressionen Lofoten

In Henningsvær stach ein Verkäufer in einem Laden mit einem sehr coolen T-Shirt heraus.
CODGUITAR stand da drauf –  das Design selbstgemacht und von folgendem Foto inspiriert:


(Foto: Vidar Lysvold – betreibt übrigens auch eine sehr schöne kleine Galerie in Henningsvær)

Wobei er noch entschuldigend und fast verschämt meinte, dass der Fisch auf dem Bild gar kein Dorsch wäre. Als ob ich DAS gemerkt hätte…
Das Motiv bezog sich auf das jährlich im Juni stattfindende Blues-Festival in Henningsvær namens „Codstock“ (statt Woodstock – Wortspiele mit Cod ergeben sich von selbst).


Für dieses Jahr sind die Karten leider schon ausverkauft. Werde das Festival aber im Auge behalten und voraussichtlich übernächstes Jahr mal besuchen. Die Bilder machen zumindest Lust darauf:
http://www.codstock.no/
https://www.facebook.com/codstock

 „Fish and music is all you need“ meinte der Verkäufer dann noch augenzwinkernd beim Abschied. Die spinnen, die Norweger, aber auf eine nette Art und Weise.

Zuerst aber eine schöne Fischreportage von den Lofoten in bewegten Bildern, um einen Eindruck von den Inseln zu gewinnen. Leider ohne Geruch.

Und nun meine Fischimpressionen von den Lofoten. Natürlich mit Kabeljau. Dorsch. Whatever. Stockfisch halt.

In diesem Sinne:

Brandenburg …

Im Mai war wieder viel los. Unter anderem zog es mich wieder nach Beelitz in Brandenburg in die Beelitz-Heilstätten:

Zu essen brauchte ich nichts mitnehmen, war ja Spargel-Saison.

Tagsüber stiefelte ich also los und machte mich auf die Suche nach schönen verfallenen Motiven. Leider wurde ich in der Turnhalle der Männerklinik negativ überrascht, denn dort wurden die schönen russischen Wandmalereien überstrichen, da das Gebäude in der Zwischenzeit als Filmkulisse benutzt wurde:

turnhalle

Um einen Eindruch zu bekommen wie die Wandmalereien ausgesehen haben, hier eine 3-D-Ansicht, die ich 2012 in Beelitz angefertigt habe:

Speisesaal/Turnhalle Panorama

Die anderen Gebäude blieben unberührt, aber im Erdgeschoss waren viele Fenster verbarrikadiert, da sie von der hiesigen Jugend zerschmissen wurden. Beim Gang durchs Whitney-Houston-Haus wurden wir auch Zeuge von diesem schwachsinnigen Vandalismus. Kinners, geht Fussball spielen, macht Musik oder irgendetwas anderes Konstruktives. Durch die verbarrikadierten Fenster liegen die Erdgeschosse leider sehr im Dunkeln und es herrscht damit keine schöne Lichtstimmung. In den oberen Etagen bin ich dann aber doch fündig geworden. Die Mehrzahl der Bilder werde ich wohl als Hintergründe für meine anderen Projekte verwenden. Hier daher nur eine kleine Auswahl an Beelitz-Schätzen:

Fantasy Filmfest Nights 2016

Letztes Wochenende war es mal wieder soweit:

Zwei Tage lang liefen in München im Cinemaxx die Fantasy Filmfest Nights mit ungewöhnlichen Filmen gewürzt mit Action, Grusel, Horror, Thriller. Die Auswahl war bis auf wenige Ausnahmen wieder sehenswert. Binge-Watching im Kino bis die Augen schmerzen.

Meine Lieblinge waren The Lobster, High-Rise, Emilie.

Filme am Samstag:

Filme am Sonntag:

The Witch (USA, GB, CAN 2015) @FFFN 2016

Neuengland im 17. Jahrhundert: Das Ehepaar William (Ralph Ineson) und Katherine (Kate Dickie) wird aus der Dorfgemeinschaft ausgestoßen und führt nun mit seinen fünf Kindern ein tiefreligiöses, christliches Leben am Rande eines geheimsvollen Waldes, der angeblich von einer Hexe bewohnt wird. Schon bald häufen sich die merkwürdigen Vorkommnisse, die Tiere drehen durch, die Ernte geht ein und dann verschwindet auch noch eines der Kinder unter den Augen seiner Schwester Thomasin (Anya Taylor-Joy), während ein anderes besessen zu sein scheint. Die Eltern können sich auf die Geschehnisse keinen Reim machen und wissen nicht mit den Vorwürfen der Zwillinge Jonas (Lucas Dawson) und Mercy (Ellie Grainger) umzugehen, die Thomasin der Hexerei bezichtigen. Der Wahnsinn hält schleichenden Einzug in die Familie. Gefangen in Isolation und Aberglauben entscheidet sich das Schicksal der Familie in einem wirbelnden Chaos aus Gewalt und Irrsinn.

Der Zuschauer erhält Einblick in eine Zeit, in der der Aberglaube und der Glaube an Teufel, Dämonen und Hexen allgegenwärtig waren. Die panische Angst der  gottesfürchtigen Menschen, insbesondere  Katherine,  vor Hexerei treibt die Familie in die Unmenschlichkeit.
Ein packender Gruselstreifen, der puritanische Seelen erschaudern läßt.

Green Room (USA 2015) @FFFN 2016

Die junge Punkband nennt sich „The Ain‘t Rights“ und sind chronisch pleite.  Um Magen und Tank füllen zu können zieht ein befreundeter Journalist mittels familiärer Beziehungen einen neuen Gig an Land. Aber was Tiger, Sam, Pat und Reece im hintersten Winkel von Oregon erwartet, hatte keiner von ihnen kommen sehen. Die Punks verärgern bereits mit ihrem ersten Song, einem Cover der Dead Kennedys, sie das Publikum, das sich als angetrunkene Horde hinterwäldlerischer Neonazis herausstellt. Ansonsten liefern sie ein glänzendes Livekonzert ab. Als die Leiche einer jungen Frau und deren Mörder im Warteraum der Band auftauchen, stellen die unfreiwilligen Zeugen eine potenzielle Gefahr für die Nazi-Gang dar. Anführer Darcy (Patrick Stewart) setzt nun alle Hebel in Bewegung, damit die Punks den sogenannten Green Room nicht mehr lebend verlassen. Ein spannender Kampf ums Überleben beginnt.

In diesem düsteren Thriller spielt Patrick Stewart als Kopf einer Nazi-Bande mal den Bösen. Steht ihm aber gut. Die Verzweiflung der Gefangenen und die beklemmende Stimmung des Films zieht den Zuschauer in den Bann. Absolut sehenswert.

 

Sabine Miksa www.buehnenblick.de